Digitalisierung, Disruption und Veränderungen sind unser aller Alltag im 21. Jahrhundert. Doch was bleibt aus vergangenen Jahrzehnten? Das Verfassen von Postkarten und Briefen? Hierüber handelt der nachfolgende Blogpost. Viel Vergnügen beim Lesen!

 

Mit Postkarten und Briefen sind wir groß geworden

Werden wir mit diesem Kommunikationskanal auch alt? Vermutlich nicht, wenn wir jüngeren Statistiken glauben schenken möchten, was schade ist. Warum? In Zeiten von social distancing und social media währt die gute alte Postkarte oder auch ein Brief einfach. Wir halten etwas in unseren Händen und legen unsere Handys für eine Weile weg. WhatsApp-Nachrichten gehen ein, werden überlesen oder auf dem Spaziergang nebenbei beantwortet. Via Audionachricht und Videotelefonie wird die schnelllebige Kommunikation komplettiert.

Die soziale neue Welt ersetzt nicht in Gänze analoge Kommunikationswege, doch verdrängt sie diese zunehmend. Über 150.000.000 Postkarten werden immerhin noch allein aus, nach und innerhalb Deutschland verschickt und trotz gewisser rückläufiger Trends wird dies wohl auch auf weitere Dekaden so bleiben. Die persönliche Note handschriftlicher Werke verleiht dem Ganzen ihren Reiz.

Wirst du zu Veranstaltungen, Geburtstagen, Hochzeiten noch schriftlich eingeladen? Dies geschieht immer weniger. Locker und leicht flattert die E-Mail in den vertrauten Posteingang. Porto wird gespart. Die Nachricht kommt sicher an. Digitale Einladungen verlieren allerdings schnell ihren Charme, sie geraten in Vergessenheit. Einen Brief oder eine Einladungskarte, ist sie schön gewesen, bewahren wir uns mitunter auf.

Entgegen den Trend Persönliches schreiben

Auch im Berufsleben kann es den einen besonderen Unterschied bewirken, etwas Persönliches handschriftlich übermittelt zu haben. Denken wir an einen Pitch, an ein Bewerbungsschreiben oder eine Dankeskarte nach einer erfolgreichen Projektierung. Vertrauen wird auf diesem Wege simpel, doch nachhaltig leichter geschaffen. Der Empfänger schätzt im gleichen Maße auch die Nachricht mehr und befasst sich mit dieser eingehender. Wer liebt es nicht, im Gegenzug wertgeschätzt zu werden? Hiermit hast du wieder die Chance entgegen den Trend positive wie interessante Akzente zu setzen. Und im gesunden Maße aufzufallen.

Des Weiteren ist es nie zu unterschätzen etwas in den Händen zu halten und einen eigens verfassten Brief zu lesen. Die Hingabe, die dem Empfänger zuteil wird, kann in der Regel nur angenehm aufgenommen werden. Durch derartige Schritte setzt du dich folglich automatisch von anderen ab.

 

Die Erinnerungen werden eingängig festgehalten

Postkarten und Briefe lassen einen selbst über Geschehenes noch einmal viel schärfer reflektieren. Twitter etwa schult das kurze Schreiben, Briefe setzen hingegen jeweils ihren eigenen individuellen Rahmen. Handschriftliche Werke bleiben auch bei einem selbst viel mehr hängen. Allein schon aufgrund des Monologs, der stattfindet im Gegensatz zum Chat, bei dem Abkürzungen zum guten Ton gehören. Interaktionen im Miteinander sind oft das Salz in der Suppe. Doch die besondere Note von analogen Kommunikationswegen lassen den Empfänger immer wieder aufs Neue innehalten. Und umso weniger Menschen den analogen Weg bestreiten, desto wertvoller kann so mancher Brief werden.

 

Denke an deine Liebsten

Hast du schon seit Längerem darüber nach gedacht dich bei einem guten Freund oder Freundin zu melden? Wieso nimmst du den Kontakt nicht mal per Brief wieder auf. Du wunderst dich, welch positive Resonanz hierauf folgen mag. Du magst denken, dass diese Art der Kommunikation eher ein Relikt der Vergangenheit ist. Aber gerade solche gedanklichen Ladenhüter wieder Leben einzuhauchen kann dir vielleicht Freude bereiten und vor allem deinen Nächsten richtig glücklich stimmen! Ein Versuch ist es alle Mal wert. Verrückt? Nein, einfach charmant.

Ist es nicht auch lässig deinen Kindern einmal Postkarten und Briefe von deinen Freunden, Bekannten und Familienmitgliedern zu zeigen? Chats sind hierfür in der Regel nicht repräsentativ genug. Ihre Stärke ist zugleich ihre größte Schwäche: Chats leben von ihrer Aktualität. Morgen gehören die Nachrichten bereits zum alten Eisen. Denke an die Chatverläufe mit deinem Partner oder Partnerin – über ein ganzes Jahr kommt hier meist eine Flut an Texten zusammen, die allerdings öfter nur in dem Moment richtig nachzuvollziehen sind. Postkarten setzen allein mit ihrem Motiv ein Setting. Der geschriebene Text lässt auch meist erahnen, wie es der Person gerade geht – ist die Schrift etwa verwischt oder unsauberer als sonst geschrieben, war der Verfasser wohl in Eile bzw. hatte keine Muße. Wurde das Schreiben allerdings sehr leserlich festgehalten, hat sich der Verfasser mit Gewissheit Zeit genommen. Ist dies beim Chatten der Fall?

 

In Zeiten, in denen Geheimnisse schwerer behütet werden

Datenkraken beherrschen das World Wide Web. Willst du dir deiner Informationen einmal sicher sein, geht es nichts über das gute, alte Postgeheimnis. Also das antiquierte Schreiben von Briefen kann auch von dieser Seite aus gesehen glänzen. Letztlich ist es, wie so oft im Leben, eine persönliche Frage, die sich jeder selbst beantworten darf. Doch versetze dich öfter in die Lage desjenigen, der deine Nachricht erhält. Wenn sich dieser über etwas handschriftliches wohl freuen mag, ist es höchste Zeit über den eigenen Schatten zu springen. Alles Gute kommt schließlich auch meist dreifach zurück. Wie schön ist es nicht einfach mal wieder einen vollen Postkasten zu haben? Ein Postkasten, in dem die GEZ-Rechnungen und andere behördliche Schreiben für einen Moment untergehen – auftauchen tun in Worte gefasste Grüße deiner Freunde. Großartig, nicht wahr? Postkarten und Briefe fühlen sich dann an wie wahre Geschenke. Der Postkasten wandelt sich um in eine Schatztruhe. Und so wird der tägliche Gang zum Briefkasten gleichsam abwechslungsreicher.

Schön ist es einfach im Kontakt zu stehen mit seinem Freundes- und Bekanntenkreis auf vielen Ebenen. Wenn der postalische Weg einmal wieder beschritten wird, ist nicht nur die Brieftaube dankbar. Auch der Postbote und am meisten der Empfänger. Also wieso warten? Bringe Schwung ins digitale Leben mit einem analogen Hauch aus alten Zeiten.

 

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